Freitag, 17. Juli 2026

Italien ist heiss,ist heiss

Ich hab es schon 1969 mitgekriegt: Italien kann ganz schön heiß sein im Sommer. Damals waren wir auf der Straße mit Daumen unterwegs,jetzt im klimatisierten Auto und in einer Unterkunft mit Klimaanlage.
Auch Pia hat mittlerweile nach mehreren durchschwitzten Nächten aufgegeben und die Klimaanlage im Wohnzimmer angestellt. Nun lässt es sich dort aushalten.
Auch unsere zweite Unterkunft in Montefiascone ist wohl geraten. Und das nicht nur wegen der Klimaanlage.
Es gibt eine fantastische Terrasse, auf der wir frühstücken und abends essen.
Und wenn ein leichter Wind geht,kann Pia sogar tagsüber dort Blog schreiben. Heute ist Ruhetag. 
Drei Tage waren wir mit dem Fahrrad unterwegs, jeweils mit dem Schlussanstieg über 200 Höhenmeter nach Montefiascone. Natürlich haben wir den Lago Bolsena genossen. Das Wasser ist klar, angenehm warm mit herrlichen Badeplätzen.
In Marta gibt es noch traditionellen Fischfang.
Und mitten im See die Inseln Martana und Bisentina, die aber nicht betreten werden dürfen, obwohl dort historische Geschehnisse größter Bedeutsamkeit stattfanden. Im Jahre 535 wurde dort Amalasunta,die Tochter des Gotenkönigs Theoderich erwürgt.
Coregone heisst der forellenähnliche Fisch, der im Lago gefangen wird, und den Pia gerade verspeist.
An dem Wein der Region Est. Est. Est hat sich schon mancher zu Tode gesoffen. Und auch ich kann den guten Tropfen abends auf der Terrasse schlecht widerstehen.
Montefiascone war Sommerresidenz der Päpste und Station auf dem Pilgerweg Francigeno, der von Anderlecht bis Rom führte.
Kirchen gibt es viele zu sehen. St. Christina in Bolsena hat eine Necropole mit frei zugänglichen Grabkammern - ganz schön grusig.
In Bolsena hat sich auch das Blutwunder zugetragen. Während der Verwandlung von Messwein in das Blut Christi tropfte Blut auf das Messgewand.
Einer Dichterlesung haben wir nur kurz beigewohnt. Dafür reichten die Sprachkenntnisse nicht aus. 
Aber See und gute Kulinarik lassen uns an ein Wiederkommen denken.

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