Freitag, 25. September 2026

Alta Strada del Sal

Nach Bilbao erwartete mich ein nächstes Abenteuer. Ich hatte mich am Montag Abend in Cuneo mit Martin verabredet. Er kam mit Zug und Fahrrad, ich mit Auto und Fahrrad. Wir wollten von Limone aus über die Via Alta del Sal über die Seealpen ans Mittelmeer fahren.
Die Via Alta del Sal ist der Höhenweg auf über 2000 m, auf dem im Mittelalter Salz vom Meer nach Piemont gebracht wurde. Heute ist der Weg für Wanderer und Radfahrer eine verlockende Option, um wunderschöne Ausblicke zu genießen, aber auch ein Abenteuer angesichts der Schwierigkeiten, die er bietet.
Am Mittwoch in der Früh ging es los bei Nebel, und am Donnerstag Abend endete unser Abenteuer bei Riva Ligure im Sonnenschein.
Ein typisches Mitbringsel von der Tour seht ihr oben auf dem Bild. Denn ganz ohne Sturz geht es selten ab. Doch von vorn.
Ich traf Martin in Fossano, nicht in Cuneo. Er hatte den Zug verpasst, und ich hatte so lange für die Strecke von Serignan gebraucht, dass ich erst spät abends ankam. Das lag auch an meiner Blablacar Mitfahrerin Rola, mit der ich mich so nett unterhalten hatte, daß ich ihrer Einladung zu Kaffee und Crepes im Hause ihrer Freundin Danielle nicht widerstehen konnte.
Rola (rechts) gehört zur aussterbenden Spezies der Übersetzerinnen, und hatte so vieles Interessantes aus ihrem Leben erzählt, dass die Reise sehr kurzweilig verlief. Aber auch ihre Freundin Danielle hat ein bewegtes Leben hinter sich, und lebt momentan im selbst gebauten Paradies in Lurs.
Doch zurück zur Alta Via del Sal.
Kaum waren wir im Rifugio Don Barbera gelandet, kam die Sonne heraus und bot uns prächtige Ausblicke.
Das Rifugio war nur mäßig belegt, so dass wir ein Zimmer für acht Personen für uns allein hatten.
Wie immer auf Berghütten machten wir Bekanntschaft mit anderen Wanderern und Bikern, und tauschten Abenteuer Geschichten aus.
Einer überließ mir seine Luftpumpe, weil meine schon am Mittwoch bei einer Panne ihren Geist aufgegeben hatte. Und ohne Flickmöglichkeiten unterwegs zu sein, ist auf einer solchen Holperstrecke nicht ratsam.
Die größte Herausforderung aber war eine Kuhherde, die uns am Donnerstag den Weg versperrte.
Nur mit größter Mühe ( und einem weiteren Sturz meinerseits) konnten wir uns einen Weg bahnen.
Ein anderes Mal versperrte uns eine Ampel den Weg. Wir hätten eine Stunde warten sollen, um dem Gegenverkehr Raum zu geben.
Aber da waren wir uns schnell einig, dass diese Regelung für Fahrräder nicht gilt.
Es gäbe noch so viel zu erzählen, aber kaum kann ich beschreiben, wie schwierig die Tour streckenweise war. Jetzt sind wir unten am Mittelmeer. Ich bin heute in St. Remo schon geschwommen, und morgen geht es mit dem Zug nach Limone und dann nach Hause.

Samstag, 19. September 2026

Letzte Bilder aus Bilbo

Auch die letzten Tage brachten noch einiges Schönes und manches Überraschende.
Die Pintxos im El Globo waren weltmeisterlich. Und der Küstenweg am Playa de Arenas bot Atlantik vom feinsten.
Schwimmen war mir bei diesen Wellen zu gefährlich. Außerdem hatte ich mein Badezeug nicht dabei.
Im Restaurant Martxo haben wir wunderbar gegessen. Deshalb gehen wir heute Abend nochmal hin.
Und in Guernika haben wir nicht nur die baskischen Heiligtümer....
.... und eine Majolika Replik des Picasso Bildes gesehen....
... sondern auch eine tolle Fahrrad Tour nach Mundaka in die Biosphäre Urdaibai gemacht. Im dortigen Flußdelta legen viele Vögel eine Pause ein auf ihrem Flug nach Afrika.
Die Landschaft sieht phantastisch aus. Und für's Baden war's zu kalt. Schauen wir uns zum Schluss noch ein paar Bilder an.
Und dann geht's weiter in die ligurischen Seealpen. Und vorher noch gut essen bei Martxo.

Mittwoch, 16. September 2026

Auf dem Rio Nervio

Gestern waren wir auf einem Ausflugsboot von Bilbao bis zur Mündung des Rio Nervio bei Getxo unterwegs. Und wir haben viel gesehen von der neuen Pracht und vom Zerfall des Alten. Und an dieser Fahrt lasse ich euch jetzt teilhaben. 
Die Fahrt führte an verlassenen Industrieanlagen vorbei und unter der Puente Vizkaya hindurch bis in den Hafen bei Santurzi.
Die Puente Vizkaya ist eine Schwebefähre aus dem Jahr 1915 und mittlerweile UNESCO Weltkulturerbe.
Und im Hafen von Getxo legen die Kreuzfahrer an.
Jetzt zeige ich euch noch einige Bilder von der Rückfahrt, und ihr dürft herausfinden, welche nicht von der Bootsfahrt stammen. Dem Gewinner winkt die Teilnahme an einem Preisausschreiben.