Samstag, 11. Juli 2026

Schwitzen in der Hitze

Seit Montag sind wir in unserer wundervollen Unterkunft in Gavorrano angekommen.
Das ehemalige Zollhaus wurde von den Eltern der Vermieterin Veronica, beide Architekten, stilvoll umgebaut und bietet uns nun für eine Woche eine solch angenehme Unterkunft, dass wir gar nicht weggehen wollen.
In einer Olivenplantage gelegen, mit zwei Katzenmüttern und drei jungen Katzen, mit Direktverkauf von Olivenöl und Wein und einem großen Außenbereich: Da kann man es in der Hitze ganz gut aushalten.
Bis jetzt hatten wir noch keinen Tag unter 30 Grad. Selbst zum Baden ist es zu heiß.
Obwohl, natürlich waren wir zweimal schwimmen im Meer. Aber ansonsten war es schön, Gäste einzuladen und zu bekochen.
Annina und Familie verbringen ihren Strandurlaub in Follonica, und wir hatten eine schöne Zeit miteinander.
Morgens, wenn es noch kühl ist, unternehme ich kleinere Exkursionen mit dem Fahrrad. Ich war schon in Scarlino, Gavorrano und Massa Maritima. Und manchmal schleppe ich dann später am Tag meine Liebste mit hinauf auf den Berg. Das Problem mit dem Ladegerät ist gelöst, sie konnte sich eins ausleihen.
Gavorrano war bis 1984 eine Bergarbeiterstadt. Wir besuchten das Museum und einen Bergwerkstollen, in dem es viel zu sehen gab.
Außerdem war es angenehm kühl im Stollen.
Gestern Abend waren wir bei einem Wine Tasting, was Spuren hinterlassen hat.
Jetzt zeige ich euch noch ein paar Bilder von Massa und vom Lago Accesso.
Leider ist es selbst zum Baden im See zu heiß. Da bleibt nur noch das Bloggen im Zollhaus.

Sonntag, 5. Juli 2026

.... und wieder Italien

So entspannt,wie Pia auf dem Bild aussieht, ging es diesmal nicht zu bei unserem neuerlichen Besuch von bella Italia. Bis zuletzt stand die Frage im Raum,ob wir überhaupt fahren können angesichts der elterlichen.Nöte. Dann gab es Stau ohne Ende nicht nur am Gotthard, und schließlich hat Pia außer dem Schminkspiegel auch noch das Ladegerät fürs E-Bike vergessen.
Immerhin, die Unterkunft im La Ca di Sohn ist ausgezeichnet und auch das Abendessen im La Vita in Pavia fand volle Zustimmung.
Und so unterschiedlich sehen Dom von Pavia und Certosa de Pavia aus. Dem hässlichen Dom hat Papst Leo am 20. Juni bereits seine Aufwartung gemacht.  An der Certosa haben lombardische Architekten und Künstler Jahrhunderte lang gewerkelt und sich so ein großartiges Denkmal gesetzt. Eine solch schöne Klosterkirche hab ich noch nie gesehen. Das kleinste Fleckchen ist ausgeschmückt aufs Feinste.
Wen wundert's, dass der Herzog von Mailand hier seine prunkvolle Grabstätte gefunden hat 
Ohne Ladegerät und mit E-Bike sind Pia's Fahrradambitionen auf ein Minimum geschrumpft. Immerhin, den guten Reis lassen wir uns trotzdem schmecken.

Mittwoch, 13. Mai 2026

Faucompierre im Mai 2026

Nun sind sie wieder unterwegs, die fünf Musketiere! Neu bei uns,  mit einem Fahrrad aus der Manufaktur SCHELLHORN/KANDERN ausgestattet, ist Chris ( ganz links), der als Feinschmecker Stroopwafeln und belgisches Starkbier mitgebracht hat. Überhaupt erweist er sich als Glücksgriff, weil er Martin bereits einmal im Schach besiegt hat und uns heute mit einem Paprika Huhn verwöhnen will. 
Leider hatten wir nicht mit den Eisheiligen gerechnet. Es ist a.....kalt. Zum Glück ist das Haus in Faucompierre super gemütlich und warm, so dass wir auch bei Regen und Kälte schöne Zeiten daheim verbringen können. 
Wie immer steht Kulinarik im Mittelpunkt unseres Zusammenseins. Heute hab ich fünf Forellen frisch aus dem Teich geholt. Es gab auch schon Huhn, Spargel, Pasta und Salat aus Martins Garten. 
Trotz des schlechten Wetters haben wir schon einige schöne Touren absolviert, nach Bruyeres, Gerardmer und Epinal. Epinal hat eine herrliche Basilika......
...... und von der Burganlage hat man eine prächtige Aussicht auf die Stadt und das Moseltal. 
Einen chinesischen Turm gibt es auch. Und an der Mosel alte Stauanlagen.
Bei einer Solofahrt im Tal der Vologne geriet ich unversehens auf einen Singletrail und musste mit Fahrrad einen Bach überqueren. 
Die Grande Cascade de Tenton hab ich mir hingegen nur angeschaut. Überquerung strengstens verboten!!

Dienstag, 31. März 2026

Was ich noch zu sagen hätte....

.... dauert länger als ne Zigarette. Apropos "Zigarette": Auf einem Markt traf ich auf einen Verkäufer, der auf einem Bauchladen Heiligenbilder feil bot. Im Inneren des Bauchladens allerdings befanden sich Zigaretten ohne Steuerbanderole zum Preis von 2,50 € die Packung. Ich widerstand nicht.
Auch den Sonnenbrillen, Mützen und Gürteln zum Preis von 5 € widerstand ich nicht.
In der Regel verließen wir unsere ungastliche Unterkunft am Morgen und mäanderten dann den ganzen Tag in der Stadt herum, bis wir spätabends völlig geschafft heimkehrten. Durchschnittlich legte ich pro Tag 18000 Schritte zurück. Da brauchte es Pausen, die wir in der Bar oder im Kloster Garten fanden. ( Siehe Anfangsbild)
Im Chiara Kreuzgang gibt es herrliche Majolika Säulen, und im Armeni Kloster Limoncello, der von den Klosterfrauen nach altem Rezept gefertigt wird.
Auch eine Bilderausstellung eines modernen Malers fanden wir dort, die mich sehr beeindrucktä hat. 
In den Bars haben wir uns auf die süßen Köstlichkeiten gestürzt.
Sfogliatella und Graffa waren unsere Favoriten.
Nicht einkehren allerdings wollte Pia in dieses Restaurant im Spanischen Viertel, welches mir gerade wegen der Wäscheleinen so gut gefallen hat. 
Aus einem Reiseführer waren wir darauf aufmerksam geworden, dass in den Wochen vor Ostern die Madonna del Arco besonders gefeiert wird. Jugendliche in weissen Hemden schwenken Fahnen und tanzen zu einer Musik ähnlich dem Basler Morgenstreich.
Höhepunkt der Madonnenverehrung ist am Ostermontag eine Wallfahrt über 15 km, die zu Fuss zurück gelegt werden muss.
Anfangs wussten wir noch nicht, dass die Metro abends ab 10 Uhr den Betrieb einstellt. So fuhren wir gelegentlich Taxi, und stellten fest, dass das gar nicht teuer ist. Einmal liess Pia ihr Handy im Taxi liegen. Die Aufregung legte sich, als ihr der ehrliche Taxifahrer nach 20 Minuten das Handy wieder überreichte.
Überhaupt, Taxifahrer und Napolitaner erwiesen sich alle als überaus freundliche Mitmenschen. Jederzeit bereit, zu helfen. Dabei sehr stolz auf ihre Stadt, die völlig unverdient einen schlechten,kriminellen Ruf habe.
Ein anderer Ruf ist der nach Pizza, die es an jeder Ecke gibt, und die uns ausgezeichnet schmeckte.
Im Opernhaus San Carlo hörten wir die Stabat Mater, bewunderten das Bauwerk und den Stil der Gäste. 
Kirchen gibt es viele, eine opulenter als die andere. Und den Untergrund lernten wir nur in der Metro kennen. Wir blieben oben und feierten Abschied von Neapel mit einem Aperol Spritz.