Montag, 30. März 2026

Neapel sehen - und nicht sterben

Es hätte für Pia viele Gründe gegeben, um zu sterben, aber sie erfreut sich heute  - am sechsten Tag unserer Reise - bester Gesundheit. Und dies wird hoffentlich bis zur morgigen Abreise so bleiben.
Es hatte viel mit der von mir gebuchten Unterkunft zu tun. Das Guesthouse Partenope di Lucci ist eine Billigunterkunft in der Zona Industriale, in der wir nur geschlafen haben, uns aber nie länger aufhielten, weil sie überhaupt nicht gemütlich war. 
Viel gemütlicher wars bei unseren Freunden Sigrun und Hans-Joachim, die einen Monat in ihrer FeWo verbrachten, und die uns gleich am ersten Tag zu einem opulenten Frühstück einluden. Wir haben viele schöne Stunden mit ihnen verbracht.
Zwei davon verbrachten wir im GAMBRINUS, einem historischen Café, in dem auch schon Angela Merkel und der neapolitanische Halbgott Maradona ihre Spuren hinterlassen haben. 
Die Spuren von Maradona sind überall sichtbar. 
Im Spanischen Viertel hat man ihm zu Ehren ein Museum errichtet. Und auch ich wurde geburtstagshalber mit Maradona Socken ausgestattet. 
Auf der Festung St. Elmo hat man nicht nur einen guten Überblick über die Stadt (siehe Anfangsbild), sondern Pia konnte dort auch Jugendtheater vom feinsten erleben, dessen Inhalt sich mir wegen mangelnder Italienisch Kenntnisse nur mangelhaft erschloss.
Im Palazzo Reale waren wir und bewunderten dort und anderswo die Kunst der Krippenfiguren, und was man daraus machen kann.
Auch die von Künstlern gestalteten Metrostationen bewunderten wir....
.... und obwohl wir es nicht vorhatten, konnten wir eine Menge der Must See Punkte in Neapel abhaken.  Z.B. waren wir auch im Archeologischen Museum....
.... und konnten uns dort nicht sattsehen an griechisch-römischen Skulpturen. Das Spanische Viertel bietet viele hübsche Einblicke. 
Die Preisliste oben bezieht sich auf erotische Dienstleistungen, die vor 100 Jahren verfügbar waren. 
Am Ende lässt sich sagen: Wir sind nicht gestorben in Neapel, aber haben  - wie es im Sprichwort heisst - zweimal geweint: Bei der Ankunft, weil es so chaotisch ist und nicht funktioniert, und bei der Abreise, weil wir die Stadt auch deswegen lieb gewonnen haben.

Mittwoch, 4. Februar 2026

Winterzauber Oberstaufen

Es war ein Glücksgriff: Ich hatte nach Wellness Ausschau gehalten und das Hotel Bad Rain in Oberstaufen gefunden.
Wohlfühlpension mit Vollverpflegung, Skipass und viele weitere Annehmlichkeiten. Dazu kam ein herrliches Wetter, das uns einlud,  Schneetouren mit und ohne Schneeschuhe zu unternehmen. Höhepunkt am 3. Tag, die Besteigung des Hochgrates mit Schneeschuhen. Eigentlich keine große Sache. Aber Pias Bergschuhe hatten trotzdem genug.
Ohne Bergschuhe ging's dann am 4. Tag in die Breitach Klamm. Wirklich ein spektakulärer Weg in Fels und Eis. 
Und dabei begegneten wir auch dem ICE-MAN, direkt aus Minneapolis in die Breitach Klamm importiert. 
Wir hatten gültige Ausweispapiere und konnten abends mit unseren Freunden an der Feuerschale den Tag ausklingen lassen.
Wir haben uns viel bewegt, täglich 10000 Schritte und mehr, das Wellness genossen, toll gegessen und mit unseren Freunden Canasta gespielt. Alle sind sich einig: Wir kommen wieder!

Montag, 22. Dezember 2025

Unterwegs - 2025

Nun nutze ich erstmals den Reiseblog für den Jahresrückblick. Das ist natürlich maximal bequem  - wenn man ausreichend Erfahrungen mit diesem Medium gesammelt hat, und wenn das Reisen im Jahr 2025 viel Raum eingenommen hat. 
Stand das Jahr 2024 ganz im Zeichen des Theaters, so waren es in diesem Jahr die Reisen, die das Jahr prägten. 
Es fing an mit zwei Tagen in Karlsruhe zum Jaheswechsel, einem Wochenende mit Ciri und Michi in Baden Baden und einem Winterwochenende am Titisee mit Günter und Ulrike.
Das Casino Baden Baden haben wir zwar kennen gelernt, aber nur bei einer Führung ohne die Roulette Kugeln in Bewegung zu setzen. 
Im Februar ging's dann nach Südkorea und Taiwan mit einer sehr netten Reisegruppe, die heute noch den Kontakt über WhatsApp aufrecht erhält. 
Im Mai habe ich mit Radelfreunden Holland erkundet und im Juni hatten wir uns für einen ganzen Monat in Triest einquartiert.
Auf dem Weg nach Triest machten wir Station in Soncino auf der Suche nach Spuren von Pias Vorfahren.
 Leider wurden wir nicht fündig. 
Natürlich standen auch Reisen zu Gertie nach Hagen auf dem Programm. Die wurde in diesem Jahr 101 Jahre alt. Wenn das kein Grund ist, zu feiern!!
Im August schließlich der Reisehöhepunkt des Jahres mit Atlantik Überquerung von NY nach HH mit der QM2 und Jeanne und Ralph. 
Und so gemütlich wars in unserer Kabine auf der Queen Mary 2.
Im September war ich dann nochmal in den Seealpen mit Martin (siehe vorletzter Blogeintrag). Und ansonsten gibt es natürlich noch sehr viel mehr zu berichten aus diesem Jahr. 
Wichtig war, dass wir viele schöne Zeiten mit lieben Menschen verbracht haben. Familie und Freunden, beim Canasta Spielen oder Literatur Gesprächen, beim Essen oder Sporteln, beim Film oder Theater- Schauen oder -Spielen. 
Das Theater wird uns im ersten Halbjahr 2026 mit dem Theaterstück der letzten Äbtissin auf ihrer REISE NACH WIEN wieder stark beschäftigen. Aber dann im zweiten Halbjahr geht's wieder los mit den Reisen in die weite Welt. 

Donnerstag, 9. Oktober 2025

Endlich Ruhr

Schon lange hatte ich ihn mir vorgenommen, hatte die halbe Strecke von Winterberg bis Schwerte schon vor Jahren absolviert. Aber das Kernstück des Ruhrtalradwegs durch den Pott bis Duisburg, das stand noch auf dem Programm.
Gestern machte ich mich bei Nieselregen auf den Weg. Die ganze Woche war Regen angesagt, und als es am Mittwoch, den 8. Oktober nur nieselte, sagte ich mir: "Besser wird's nicht!" und machte mich auf den Weg. 
Mit dem 🚗 fuhr ich bis Hattingen. Und schon erfuhr ich den grauen Charme der Ruhrlandschaft. 
Südlich vom Revier mäandert die Ruhr von Bochum über Essen und Mülheim nach Duisburg bis zur Mündung in den Rhein. 
Vieles ist zu sehen, das Eisenbahnmuseum in Dahlhausen, der Baldeneysee und die Villa Hügel, der Wasserbahnhof in Mülheim bis zum Innenhafen Duisburg und die Mündung in den Rhein. 
Bis auf einen kleinen Schauer blieb ich trocken. Bei der Rückfahrt mit Zug legte ich auf der Rolltreppe mit Fahrrad noch einen Rückwärtssalto hin, aber sonst hat alles funktioniert. Ich kann mir vorstellen, die Tour noch einmal zu machen. Solange Gertie munter ist, bin ich ja immer wieder mal in Hagen.