Montag, 14. September 2026

Bilbo und Donosti

Bilbao ( Bilbo ) und San Sebastian ( Donosti ) wetteifern schon lange um den Titel der schönsten Stadt im Baskenland. Meine Präferenz ist klar, aber Ulrike kann sich für den Charme der Belle Epoque in San Sebastian begeistern. Und so fuhren wir hin.
Wir waren nicht die Einzigen. San Sebastian hat wirklich einen schönen Sandstrand - La Concha - der geschützt von der vorgelagerten Isla de Santa Clara  herrliches Baden ohne Riesenwellen ermöglicht. Ich habe trotzdem einen Strand mit Wellen vorgezogen. Da spürt man das Abenteuer Atlantik besser.
Es war Sonntag, und es fand die jährliche Ruderregatta auf offener See statt, die Tausende Besucher anzieht. Und eine Demonstration, die lautstark auf sich aufmerksam machte, gab es auch. Mich zog es auf den Berg Urgull, von dem man eine wunderbare Aussicht hat.
Den Berg zu erklimmen war schon für mich als E-Biker nicht einfach. Umso bewundernswerter die Leistung von Bio Biker Stefan.
Wir zwei waren auch im Stadion von Athletic Bilbao zum Heimspiel gegen Elche. Das Spiel endete Unentschieden und war nichts Besonderes. Aber der Aufenthalt im VIP Bereich des Stadions war einen Besuch wert.
Und auch Puppy und das Guggenheim waren toll. Wobei mich der Museumsbau noch stärker beeindruckt hat als die Ausstellung.
Und am Schönsten sind Pintxos und Aperitivos im Sonnenlicht.

Donnerstag, 10. September 2026

In Bilbao

Was kommt zuerst? Klar, das Guggenheim Museum von Frank Gehry. 1997 erbaut, leitete es die Wende ein in der Stadtgeschichte von Bilbao: Von der hässlichen Industriestadt zur Kunst Metropole.
"Maman" von Louise Bourgeois ist nur eines von unzähligen Kunstwerken, die in der Umgebung des Guggenheim den auf ehemaliger Industriebrache entstandenen Kunstpark schmücken.
Als ich am Mittwoch Morgen erstmals mit dem Fahrrad von unserer FeWo in Barakaldo nach Bilbao fuhr, konnte ich mich kaum sattsehen an den unterschiedlichsten Kunstwerken.
Wenn man mit der von Schweizern erbauten Funicular nach Artxandako fährt, kann man die Pracht von oben bewundern.
Aber auch die Geschichte als Industrie und bedeutender Werften Standort ist stets lebendig.
Noch eine kleine Episode aus dem FeWo Alltag: Die Candy Waschmaschine liess sich erst nach stundenlangen Mühen anwerfen und ausräumen. Jetzt trocknet die Wasche auf dem Balkon.

Dienstag, 8. September 2026

.... und wieder unterwegs

Auf der Fahrt nach Lyon fragte mich eine Blablacar Mitfahrerin, was diesmal an meiner Reise so besonders sei. Es ist das Unerwartete! Ich bin aufgebrochen ins Ungewisse. Ich weiß nicht, was mich erwartet. Und darauf freue ich mich.
Ihr habt es euch sicher schon gedacht: Wenn unerwartet so leckere Pintxos in der Bar angeboten werden, freue ich mich besonders.
An den Pintxos sollt ihr sie erkennen: Ich bin im Baskenland gelandet, genauer in Bilbao, in einer kleinen Airbnb Wohnung mit drei Schlafzimmern. Und es sind drei Personen, mit denen ich noch nie zusammen gereist bin, welche die Zimmer bevölkern.
Mit Stefan klappt das bisher ausgesprochen gut. Und Ulrike wird übermorgen zu uns stoßen.
Wir reisen alle separat, und haben zwei Autos und zwei Fahrräder dabei. 
Mit Fahrrad und Stefan hab ich die letzten zwei Tage den Norden der Vizkaya erkundet. Gestern waren wir in Bermeo und heute in Galeo. Beides mal haben wir ausgiebig die Räder bewegt. 
Ich mit E-Bike und Stefan mit Bio.
Das hat natürlich Auswirkungen auf die Länge und Steigung der Strecken, die wir zurück legen.
Für Stefan ist wichtig: Er schafft es immer noch, den Berg ohne elektrische Unterstützung hoch zu kommen. Und für mich: Dank E-Power komm ich nie an meine Grenzen.
Gestern wollten wir die Kapelle San Juan de Gaztelugatxe besuchen. Sie liegt auf einem Felsvorsprung und ist seit "Game of Thrones" so ein Publikumsmagnet, dass man den Zugang regulieren musste. Nach mühsamen Fahrrad Kilometern von Bermeo erhielten wir keinen Zugang. Wir trösteten uns mit Strandleben in Bakio. Und so durfte ich erstmals atlantische Wellen durchbrechen.
Heute sind wir mit der Schwebefähre bei Puente Vizkaya über den Nervion gefahren. 
Sie ist Weltkulturerbe und kostet mit Fahrrad nur einen Euro. Da sind wir gleich zweimal gefahren.
Sie kann auch zu Fuß in 50 m Höhe überquert werden. Aber das kostet 10 Euro.
Ein bisschen erinnert mich Bilbao mit seiner Industriegeschichte ans Ruhrgebiet. Aber hier haben sie die Kehrtwende zur ultramodernen Kulturstadt schon geschafft. Im Ruhrgebiet wird noch dran gearbeitet.

Montag, 3. August 2026

Faucompierre zum Zweiten

Ich war schon im Mai in diesem wunderschönen Ferienhaus in Faucompierre. Damals mit Fahrrad Freunden. Diesmal mit Freunden - und ich hab auch das Fahrrad dabei.
Während es im Mai viel regnete, macht uns diesmal die Hitze zu schaffen. Ein einziges Mal hat es geregnet. Sonst ist es nur schwül, heute mit 35 Grad.
Unter dem großen Baum lässt es sich aushalten, und Fahrrad fahren geht morgens und abends.
Klaus hat Geburtstag, und das feiern wir auf dem Gerard Meer.
Man beachte, ich befinde mich in Rückenlage.
Klaus hat das Grammophon zum Leben erweckt.
Und Eis essen wir in Gerardmer am gleichen Tisch, an dem wir schon mal im Mai gesessen sind.
Ausser dem großen See gibt's auch kleine. Und abends gibt's immer gut zu essen.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Ende der Reise in Lecco

Zum Abschluss unserer Reise hatte sich Pia noch drei Nächte im Hotel Bellavista in Valmadrera am Comer See eingebucht. Valmadrera liegt gegenüber von Lecco, und von dort war ihr Urgroßvater vor über hundert Jahren ausgewandert.
Sie hoffte, dort noch Spuren ihrer Herkunftsfamilie zu finden. Also gingen wir auf den gigantischen Friedhof und suchten ihn nach passenden Namen ab: Erfolglos.
Fündig wurden wir dagegen im Museo Alessandro Manzoni, der mit seinem Roman "I promessi sposi" zum italienischen National-Dichter wurde. So wie Goethe in Deutschland wird sein Andenken hoch gehalten. Die Villa, in der er eine Zeit gelebt hat, wurde zum Museum ausgebaut, und dort konnten wir in seine Welt eintauchen.
Eingetaucht bin ich auch jeden Morgen in den Comer See, der direkt von unserem Hotel aus erreichbar war. Leider war das Hotel Restaurant geschlossen, so dass wir uns wieder auf die Suche nach geeigneten Futterstellen machen mussten. Und ich kann sagen: Wir wurden fündig.
Im von TripAdvisor hochgelobten FIDANZA gab es einen hohen Anspruch, noch höhere Preise und ein fast leeres Lokal. Was es nicht gab, war eine Speisekarte. Die musste man sich mit QR Code erschließen. Pia konnte mich trösten: Auch Reinfälle sind Erlebnisse!
Ganz anders erging es uns im Ristorante Pontile Orestino: Hausgemachte Speisen, äußerst günstig! 
Wir machten auch eine Bootsfahrt auf dem Comer See nach Bellagio. Der Ort soll ja sehr schön sein. Leider war er vor lauter Touristen nicht mehr zu sehen. Es gibt Menschen Mengen, die sind einfach nicht mehr auszuhalten. Wir verkrochen uns in eine Sportsbar ....
.... und ich mich später dann mit dem Fahrrad in die Umgebung, nur, um dem Trubel zu entkommen.
Der Comer See ist wirklich sehr schön. Und wir kommen gerne wieder, wenn's nicht Hochsaison ist.