Mittwoch, 13. Mai 2026

Faucompierre im Mai 2026

Nun sind sie wieder unterwegs, die fünf Musketiere! Neu bei uns,  mit einem Fahrrad aus der Manufaktur SCHELLHORN/KANDERN ausgestattet, ist Chris ( ganz links), der als Feinschmecker Strootwaffeln und belgisches Starkbier mitgebracht hat. Überhaupt erweist er sich als Glücksgriff, weil er Martin bereits einmal im Schach besiegt hat und uns heute mit einem Paprika Huhn verwöhnen will. 
Leider hatten wir nicht mit den Eisheiligen gerechnet. Es ist a.....kalt. Zum Glück ist das Haus in Faucompierre super gemütlich und warm, so dass wir auch bei Regen und Kälte schöne Zeiten daheim verbringen können. 
Wie immer steht Kulinarik im Mittelpunkt unseres Zusammenseins. Heute hab ich fünf Forellen frisch aus dem Teich geholt. Es gab auch schon Huhn, Spargel, Pasta und Salat aus Martins Garten. 
Trotz des schlechten Wetters haben wir schon einige schöne Touren absolviert, nach Bruyeres, Gerardmer und Epinal. Epinal hat eine herrliche Basilika......
...... und von der Burganlage hat man eine prächtige Aussicht auf die Stadt und das Moseltal. 
Einen chinesischen Turm gibt es auch. Und an der Mosel alte Stauanlagen.
Bei einer Solofahrt im Tal der Vologne geriet ich unversehens auf einen Singletrail und musste mit Fahrrad einen Bach überqueren. 
Die Grande Cascade de Tenton hab ich mir hingegen nur angeschaut. Überquerung strengstens verboten!!

Dienstag, 31. März 2026

Was ich noch zu sagen hätte....

.... dauert länger als ne Zigarette. Apropos "Zigarette": Auf einem Markt traf ich auf einen Verkäufer, der auf einem Bauchladen Heiligenbilder feil bot. Im Inneren des Bauchladens allerdings befanden sich Zigaretten ohne Steuerbanderole zum Preis von 2,50 € die Packung. Ich widerstand nicht.
Auch den Sonnenbrillen, Mützen und Gürteln zum Preis von 5 € widerstand ich nicht.
In der Regel verließen wir unsere ungastliche Unterkunft am Morgen und mäanderten dann den ganzen Tag in der Stadt herum, bis wir spätabends völlig geschafft heimkehrten. Durchschnittlich legte ich pro Tag 18000 Schritte zurück. Da brauchte es Pausen, die wir in der Bar oder im Kloster Garten fanden. ( Siehe Anfangsbild)
Im Chiara Kreuzgang gibt es herrliche Majolika Säulen, und im Armeni Kloster Limoncello, der von den Klosterfrauen nach altem Rezept gefertigt wird.
Auch eine Bilderausstellung eines modernen Malers fanden wir dort, die mich sehr beeindrucktä hat. 
In den Bars haben wir uns auf die süßen Köstlichkeiten gestürzt.
Sfogliatella und Graffa waren unsere Favoriten.
Nicht einkehren allerdings wollte Pia in dieses Restaurant im Spanischen Viertel, welches mir gerade wegen der Wäscheleinen so gut gefallen hat. 
Aus einem Reiseführer waren wir darauf aufmerksam geworden, dass in den Wochen vor Ostern die Madonna del Arco besonders gefeiert wird. Jugendliche in weissen Hemden schwenken Fahnen und tanzen zu einer Musik ähnlich dem Basler Morgenstreich.
Höhepunkt der Madonnenverehrung ist am Ostermontag eine Wallfahrt über 15 km, die zu Fuss zurück gelegt werden muss.
Anfangs wussten wir noch nicht, dass die Metro abends ab 10 Uhr den Betrieb einstellt. So fuhren wir gelegentlich Taxi, und stellten fest, dass das gar nicht teuer ist. Einmal liess Pia ihr Handy im Taxi liegen. Die Aufregung legte sich, als ihr der ehrliche Taxifahrer nach 20 Minuten das Handy wieder überreichte.
Überhaupt, Taxifahrer und Napolitaner erwiesen sich alle als überaus freundliche Mitmenschen. Jederzeit bereit, zu helfen. Dabei sehr stolz auf ihre Stadt, die völlig unverdient einen schlechten,kriminellen Ruf habe.
Ein anderer Ruf ist der nach Pizza, die es an jeder Ecke gibt, und die uns ausgezeichnet schmeckte.
Im Opernhaus San Carlo hörten wir die Stabat Mater, bewunderten das Bauwerk und den Stil der Gäste. 
Kirchen gibt es viele, eine opulenter als die andere. Und den Untergrund lernten wir nur in der Metro kennen. Wir blieben oben und feierten Abschied von Neapel mit einem Aperol Spritz. 

Montag, 30. März 2026

Neapel sehen - und nicht sterben

Es hätte für Pia viele Gründe gegeben, um zu sterben, aber sie erfreut sich heute  - am sechsten Tag unserer Reise - bester Gesundheit. Und dies wird hoffentlich bis zur morgigen Abreise so bleiben.
Es hatte viel mit der von mir gebuchten Unterkunft zu tun. Das Guesthouse Partenope di Lucci ist eine Billigunterkunft in der Zona Industriale, in der wir nur geschlafen haben, uns aber nie länger aufhielten, weil sie überhaupt nicht gemütlich war. 
Viel gemütlicher wars bei unseren Freunden Sigrun und Hans-Joachim, die einen Monat in ihrer FeWo verbrachten, und die uns gleich am ersten Tag zu einem opulenten Frühstück einluden. Wir haben viele schöne Stunden mit ihnen verbracht.
Zwei davon verbrachten wir im GAMBRINUS, einem historischen Café, in dem auch schon Angela Merkel und der neapolitanische Halbgott Maradona ihre Spuren hinterlassen haben. 
Die Spuren von Maradona sind überall sichtbar. 
Im Spanischen Viertel hat man ihm zu Ehren ein Museum errichtet. Und auch ich wurde geburtstagshalber mit Maradona Socken ausgestattet. 
Auf der Festung St. Elmo hat man nicht nur einen guten Überblick über die Stadt (siehe Anfangsbild), sondern Pia konnte dort auch Jugendtheater vom feinsten erleben, dessen Inhalt sich mir wegen mangelnder Italienisch Kenntnisse nur mangelhaft erschloss.
Im Palazzo Reale waren wir und bewunderten dort und anderswo die Kunst der Krippenfiguren, und was man daraus machen kann.
Auch die von Künstlern gestalteten Metrostationen bewunderten wir....
.... und obwohl wir es nicht vorhatten, konnten wir eine Menge der Must See Punkte in Neapel abhaken.  Z.B. waren wir auch im Archeologischen Museum....
.... und konnten uns dort nicht sattsehen an griechisch-römischen Skulpturen. Das Spanische Viertel bietet viele hübsche Einblicke. 
Die Preisliste oben bezieht sich auf erotische Dienstleistungen, die vor 100 Jahren verfügbar waren. 
Am Ende lässt sich sagen: Wir sind nicht gestorben in Neapel, aber haben  - wie es im Sprichwort heisst - zweimal geweint: Bei der Ankunft, weil es so chaotisch ist und nicht funktioniert, und bei der Abreise, weil wir die Stadt auch deswegen lieb gewonnen haben.