Dienstag, 31. März 2026

Was ich noch zu sagen hätte....

.... dauert länger als ne Zigarette. Apropos "Zigarette": Auf einem Markt traf ich auf einen Verkäufer, der auf einem Bauchladen Heiligenbilder feil bot. Im Inneren des Bauchladens allerdings befanden sich Zigaretten ohne Steuerbanderole zum Preis von 2,50 € die Packung. Ich widerstand nicht.
Auch den Sonnenbrillen, Mützen und Gürteln zum Preis von 5 € widerstand ich nicht.
In der Regel verließen wir unsere ungastliche Unterkunft am Morgen und mäanderten dann den ganzen Tag in der Stadt herum, bis wir spätabends völlig geschafft heimkehrten. Durchschnittlich legte ich pro Tag 18000 Schritte zurück. Da brauchte es Pausen, die wir in der Bar oder im Kloster Garten fanden. ( Siehe Anfangsbild)
Im Chiara Kreuzgang gibt es herrliche Majolika Säulen, und im Armeni Kloster Limoncello, der von den Klosterfrauen nach altem Rezept gefertigt wird.
Auch eine Bilderausstellung eines modernen Malers fa den wir dort, die mich sehr beeindruckt hat. 
In den Bars haben wir uns auf die süßen Köstlichkeiten gestürzt.
Sfogliatella und Graffa waren unsere Favoriten. Aber auch anderes fand den Weg zum Magen. 
Nicht einkehren allerdings wollte Pia in dieses Restaurant im Spanischen Viertel, welches mir gerade wegen der Wäschereien gut gefiel.
Aus einem Reiseführer waren wir darauf aufmerksam geworden, dass in den Wochen vor Ostern die Madonna del Arco besonders gefeiert wird. Jugendliche in weissen Hemden schwenken Fahnen und tanzen zu einer Musik ähnlich dem Basler Morgenstreich.
Höhepunkt der Madonnenverehrung ist am Ostermontag eine Wallfahrt über 15 km, die zu Fuss zurück gelegt werden muss.
Anfangs wussten wir noch nicht, dass die Metro abends ab 10 Uhr den Betrieb einstellt. So fuhren wir gelegentlich Taxi, um festzustellen, dass das gar nicht teuer ist. Einmal verhalf uns Pia dabei zu einem aufregenden Abend, als sie ihr Handy im Taxi liegen liess. Die Aufregung wechselte zur Freude, als ihr der Taxifahrer nach 20 Minuten das Handy wieder überreichte.
Überhaupt, Taxifahrer und Napolitaner erwiesen sich alle als überaus freundliche Mitmenschen. Jederzeit bereit, zu helfen. Dabei sehr stolz auf ihre Stadt, die völlig unverdient einen schlechten,kriminellen Ruf hat.
Ein anderer Ruf ist der nach Pizza, die es an jeder Ecke gibt, und die uns ausgezeichnet schmeckte.
Im Opernhaus San Carlo hörten wir die Stabat Mater und bewunderten das Bauwerk und den Stil der Gäste. 
Kirchen gibt es viele, eine opulenter als die andere. Und den Untergrund lernten wir nur in der Metro kennen. Wir blieben oben und feierten Abschied von Neapel mit einem Aperol Spritz. 

Montag, 30. März 2026

Neapel sehen - und nicht sterben

Es hätte für Pia viele Gründe gegeben, um zu sterben, aber sie erfreut sich heute  - am sechsten Tag unserer Reise - bester Gesundheit. Und dies wird hoffentlich bis zur morgigen Abreise so bleiben.
Es hatte viel mit der von mir gebuchten Unterkunft zu tun. Das Guesthouse Partenope di Lucci ist eine Billigunterkunft in der Zona Industriale, in der wir nur geschlafen haben, uns aber nie länger aufhielten, weil sie überhaupt nicht gemütlich war. 
Viel gemütlicher wars bei unseren Freunden Sigrun und Hans-Joachim, die einen Monat in ihrer FeWo verbrachten, und die uns gleich am ersten Tag zu einem opulenten Frühstück einluden. Wir haben viele schöne Stunden mit ihnen verbracht.
Zwei davon verbrachten wir im GAMBRINUS, einem historischen Café, in dem auch schon Angela Merkel und der neapolitanische Halbgott Maradona ihre Spuren hinterlassen haben. 
Die Spuren von Maradona sind überall sichtbar. 
Im Spanischen Viertel hat man ihm zu Ehren ein Museum errichtet. Und auch ich wurde geburtstagshalber mit Maradona Socken ausgestattet. 
Auf der Festung St. Elmo hat man nicht nur einen guten Überblick über die Stadt (siehe Anfangsbild), sondern Pia konnte dort auch Jugendtheater vom feinsten erleben, dessen Inhalt sich mir wegen mangelnder Italienisch Kenntnisse nur mangelhaft erschloss.
Im Palazzo Reale waren wir und bewunderten dort und anderswo die Kunst der Krippenfiguren, und was man daraus machen kann.
Auch die von Künstlern gestalteten Metrostationen bewunderten wir....
.... und obwohl wir es nicht vorhatten, konnten wir eine Menge der Must See Punkte in Neapel abhaken.  Z.B. waren wir auch im Archeologischen Museum....
.... und konnten uns dort nicht sattsehen an griechisch-römischen Skulpturen. Das Spanische Viertel bietet viele hübsche Einblicke. 
Die Preisliste oben bezieht sich auf erotische Dienstleistungen, die vor 100 Jahren verfügbar waren. 
Am Ende lässt sich sagen: Wir sind nicht gestorben in Neapel, aber haben  - wie es im Sprichwort heisst - zweimal geweint: Bei der Ankunft, weil es so chaotisch ist und nicht funktioniert, und bei der Abreise, weil wir die Stadt auch deswegen lieb gewonnen haben.

Mittwoch, 4. Februar 2026

Winterzauber Oberstaufen

Es war ein Glücksgriff: Ich hatte nach Wellness Ausschau gehalten und das Hotel Bad Rain in Oberstaufen gefunden.
Wohlfühlpension mit Vollverpflegung, Skipass und viele weitere Annehmlichkeiten. Dazu kam ein herrliches Wetter, das uns einlud,  Schneetouren mit und ohne Schneeschuhe zu unternehmen. Höhepunkt am 3. Tag, die Besteigung des Hochgrates mit Schneeschuhen. Eigentlich keine große Sache. Aber Pias Bergschuhe hatten trotzdem genug.
Ohne Bergschuhe ging's dann am 4. Tag in die Breitach Klamm. Wirklich ein spektakulärer Weg in Fels und Eis. 
Und dabei begegneten wir auch dem ICE-MAN, direkt aus Minneapolis in die Breitach Klamm importiert. 
Wir hatten gültige Ausweispapiere und konnten abends mit unseren Freunden an der Feuerschale den Tag ausklingen lassen.
Wir haben uns viel bewegt, täglich 10000 Schritte und mehr, das Wellness genossen, toll gegessen und mit unseren Freunden Canasta gespielt. Alle sind sich einig: Wir kommen wieder!

Montag, 22. Dezember 2025

Unterwegs - 2025

Nun nutze ich erstmals den Reiseblog für den Jahresrückblick. Das ist natürlich maximal bequem  - wenn man ausreichend Erfahrungen mit diesem Medium gesammelt hat, und wenn das Reisen im Jahr 2025 viel Raum eingenommen hat. 
Stand das Jahr 2024 ganz im Zeichen des Theaters, so waren es in diesem Jahr die Reisen, die das Jahr prägten. 
Es fing an mit zwei Tagen in Karlsruhe zum Jaheswechsel, einem Wochenende mit Ciri und Michi in Baden Baden und einem Winterwochenende am Titisee mit Günter und Ulrike.
Das Casino Baden Baden haben wir zwar kennen gelernt, aber nur bei einer Führung ohne die Roulette Kugeln in Bewegung zu setzen. 
Im Februar ging's dann nach Südkorea und Taiwan mit einer sehr netten Reisegruppe, die heute noch den Kontakt über WhatsApp aufrecht erhält. 
Im Mai habe ich mit Radelfreunden Holland erkundet und im Juni hatten wir uns für einen ganzen Monat in Triest einquartiert.
Auf dem Weg nach Triest machten wir Station in Soncino auf der Suche nach Spuren von Pias Vorfahren.
 Leider wurden wir nicht fündig. 
Natürlich standen auch Reisen zu Gertie nach Hagen auf dem Programm. Die wurde in diesem Jahr 101 Jahre alt. Wenn das kein Grund ist, zu feiern!!
Im August schließlich der Reisehöhepunkt des Jahres mit Atlantik Überquerung von NY nach HH mit der QM2 und Jeanne und Ralph. 
Und so gemütlich wars in unserer Kabine auf der Queen Mary 2.
Im September war ich dann nochmal in den Seealpen mit Martin (siehe vorletzter Blogeintrag). Und ansonsten gibt es natürlich noch sehr viel mehr zu berichten aus diesem Jahr. 
Wichtig war, dass wir viele schöne Zeiten mit lieben Menschen verbracht haben. Familie und Freunden, beim Canasta Spielen oder Literatur Gesprächen, beim Essen oder Sporteln, beim Film oder Theater- Schauen oder -Spielen. 
Das Theater wird uns im ersten Halbjahr 2026 mit dem Theaterstück der letzten Äbtissin auf ihrer REISE NACH WIEN wieder stark beschäftigen. Aber dann im zweiten Halbjahr geht's wieder los mit den Reisen in die weite Welt.