.... dauert länger als ne Zigarette. Apropos "Zigarette": Auf einem Markt traf ich auf einen Verkäufer, der auf einem Bauchladen Heiligenbilder feil bot. Im Inneren des Bauchladens allerdings befanden sich Zigaretten ohne Steuerbanderole zum Preis von 2,50 € die Packung. Ich widerstand nicht.
Auch den Sonnenbrillen, Mützen und Gürteln zum Preis von 5 € widerstand ich nicht.
In der Regel verließen wir unsere ungastliche Unterkunft am Morgen und mäanderten dann den ganzen Tag in der Stadt herum, bis wir spätabends völlig geschafft heimkehrten. Durchschnittlich legte ich pro Tag 18000 Schritte zurück. Da brauchte es Pausen, die wir in der Bar oder im Kloster Garten fanden. ( Siehe Anfangsbild)
Im Chiara Kreuzgang gibt es herrliche Majolika Säulen, und im Armeni Kloster Limoncello, der von den Klosterfrauen nach altem Rezept gefertigt wird.
Auch eine Bilderausstellung eines modernen Malers fa den wir dort, die mich sehr beeindruckt hat.
In den Bars haben wir uns auf die süßen Köstlichkeiten gestürzt.
Nicht einkehren allerdings wollte Pia in dieses Restaurant im Spanischen Viertel, welches mir gerade wegen der Wäschereien gut gefiel.
Aus einem Reiseführer waren wir darauf aufmerksam geworden, dass in den Wochen vor Ostern die Madonna del Arco besonders gefeiert wird. Jugendliche in weissen Hemden schwenken Fahnen und tanzen zu einer Musik ähnlich dem Basler Morgenstreich.
Höhepunkt der Madonnenverehrung ist am Ostermontag eine Wallfahrt über 15 km, die zu Fuss zurück gelegt werden muss.
Anfangs wussten wir noch nicht, dass die Metro abends ab 10 Uhr den Betrieb einstellt. So fuhren wir gelegentlich Taxi, um festzustellen, dass das gar nicht teuer ist. Einmal verhalf uns Pia dabei zu einem aufregenden Abend, als sie ihr Handy im Taxi liegen liess. Die Aufregung wechselte zur Freude, als ihr der Taxifahrer nach 20 Minuten das Handy wieder überreichte.
Überhaupt, Taxifahrer und Napolitaner erwiesen sich alle als überaus freundliche Mitmenschen. Jederzeit bereit, zu helfen. Dabei sehr stolz auf ihre Stadt, die völlig unverdient einen schlechten,kriminellen Ruf hat.
Im Opernhaus San Carlo hörten wir die Stabat Mater und bewunderten das Bauwerk und den Stil der Gäste.
Kirchen gibt es viele, eine opulenter als die andere. Und den Untergrund lernten wir nur in der Metro kennen. Wir blieben oben und feierten Abschied von Neapel mit einem Aperol Spritz.