Donnerstag, 12. Juli 2018

P+D go Air - eine Ballonfahrt über dem Markgrälerland

Am 7. Juli war es soweit: Endlich konnte der Gutschein über eine Ballonfahrt, den ich Pia zum letztjährigen Geburtstag geschenkt hatte, eingelöst werden. Martin hieß unser Held der Lüfte, der schon seit zehn Jahren Passagiere in die Höhe bringt.
Diesmal waren wir sieben. Und einige von uns waren ein bisschen skeptisch.  

 Zunächst mussten wir helfen, den Ballon mit Luft zu füllen.
Und dann richtete sich der Ballon auf.

Bevor er davon fliegen konnte, mussten wir ihn entern, und dann ging es auch schon hinauf.

Der Gasbrenner blies brummelnd heiße Luft in den Ballon, und unter uns breitete sich die morgengrüne Landschaft des Markgräfler Landes aus.


 Herrlich die Farben des frühen Morgens. Über dem Schwarzwald ging die Sonne auf.
"Wie hoch soll es gehen", fragte Pia. "1000 Meter" lautete die Antwort.
Das schien doch ziemlich viel zu sein! Aber es gab keine Gelegenheit mehr auszusteigen. Und so musste die Angst überwunden werden.
Wir näherten uns Buggingen.
 Manchmal flogen wir so tief, dass wir den Leuten buchstäblich in die Kochtöpfe sehen konnten. Eine Frau, die so früh morgens schon auf der Terrasse im Liegestuhl lag, holte bei unserem Anblick schnell ihren Hund herbei und zeigte ihm das große Ungetüm am Himmel.


 In Buggingen gab es auch ein verlassenes Storchennest auf dem Kirchturm zu bewundern.


Über der Rheinebene machte sich noch der Dunst breit.

 
 Mit dem stärkeren Nordost Wind flogen wir in größerer Höhe wieder zurück in den Süden.
 Die Bahnlinie und Hochspannungsleitungen begleiteten uns. 


 Immer noch stand die Sonne tief und warf lange Schatten.

 Im Elsass grüßten die Rauchfahnen der Großindustrie.



 Kurz vor Steinenstadt fand unsere Fahrt nach zwei Stunden ihr Ende.
 Gar nicht so einfach, nicht im Maisfeld sondern auf dem abgemähten Teil zu landen.



Glücklich alle, die es überlebt haben!!!


Und dann erhielten wir unsere Ballon Flieger Taufe. Zuerst wurden wir mit Sekt gefügig gemacht, und dann in den Adelsstand erhoben.

 Eine Locke wurde von jedem geopfert. Sie wurde angezündet und mit Sekt abgelöscht.

Und jetzt grüßen euch Hochfürstin Pia vom Sonnenaufgang über Müllheim und Markgraf Dietmar vom frühen Morgen am Markgräfler Himmel.


3.-6. Juli - in Mailand mit Heiko

Eigentlich kam ich zu dieser Reise wie die Jungfrau zum Kind: Plötzlich war sie gebucht, und ich wusste gar nicht mehr, warum.
Heiko wollte sein Airbnb Guthaben als Superhost verbrauchen und fragte mich, ob ich ihm dabei helfen wolle. Warum denn nicht? Er organisierte für uns eine schöne Wohnung in der Altstadt in der Nähe von Cardona und dem Parco Sempione. Typisch italienisch im Hinterhaus absolut ruhig - obwohl zentral - und mit schönen Ausblicken.
 Direkt aus unserem Fenster fotografiert
Und dieses auch und die nächsten zwei



Daran sieht man schon, wie schön es in der Wohnung war. Es bestand also keine Notwendigkeit, diese zu verlassen. Wenn sie sich nur nicht tagsüber so erhitzt hätte (34Grad und hohe Luftfeuchtigkeit).
Jedenfalls gönnten wir uns mittags eine längere Siesta, und ansonsten trieben wir uns mit den Leihfahrrädern der Stadt herum BikeMi. Die Leihfahrräder in der Stadt sind für einen gehbehinderten Touristen wie mich eine wunderbare Idee, wenn es nur nicht so umständlich eingerichtet wäre, sich zu registrieren. Was in Helsinki höchst einfach per App auf dem eigenen Smartphone möglich war, verlangte in Mailand nach einem Besuch ein ATM Büros. Dort musste man ein Nümmerchen ziehen und eine halbe Stunde darauf warten, an den Schalter vorgelassen zu werden. Man wird dann mit der Kreditkarte registriert und erhält eine Registrierungsnummer und einen PIN Code.
Was passiert, wenn man den Zettel mit der Registrierungsnummer verliert?
Das will ich euch jetzt erzählen. Wie ihr euch sicher schon gedacht habt, passierte mir just dieses. Die Telefon Nummer für Notfälle konnte mir nicht wirklich helfen. Eine italienische Automatenstimme redete so lange auf mich ein, bis ich entnervt beschloss, noch einmal das ATM Büro aufzusuchen. Und dort wartete ich diesmal 80 Minuten!!
Der Schalterbeamte war überhaupt nicht freundlich und verweigerte jegliche Hilfestellung. Eine dort wartende Kundin erbarmte sich meiner, rief für mich die Notfall Nummer an und konnte schließlich das Problem lösen.
Mit dem Fahrrad sieht man mehr! So kamen wir auch in abgelegenere Stadtviertel.
Der Cimitero Monumentale


Porta Nueva, ein wirklich beeindruckendes modernes Stadtviertel im Norden.
Im Castello, welches heute ein Ort der Kunst ist, macht Heiko Flugversuche.
Schließlich entdeckte ich auch noch den Fahrradfriedhof mit den ausrangierten City Bikes.
In der Magenta Bar kauft man ein Getränk für 8.50 €und kann sich dann kostenlos am Buffet bedienen. Diese günstige Weise der Ernährung fanden wir auch noch andernorts vor, so dass alles in allem der Aufenthalt in Mailand meine Reisekasse nicht über die Gebühr geschmälert hat.

Montag, 18. Juni 2018

Abschluss der Ostseereise in Helsinki am 14. Juni 2018

Mittlerweile bin ich wieder daheim und werde die Reise mit den Fotos abschliessen, die ich mit Kamera gemacht habe, damit die Bildergucker noch auf ihre Kosten kommen.
Dies ist der Blick auf die finnische Seenlandschaft beim Anflug.
Unser Hotel Clarion rechts, die MS Princess Anastasia links und der Saunaclub auf dem Schiff vorne.
Diese drei Offiziere liessen sich willig von uns fotografieren, bevor sie in ein Militärfahrzeug mit Standarte einstiegen.

Unser russisches Fähr-/Kreuzfahrtschiff in seiner schrillen Aufmachung.
Aber am Abend an Deck war es schön.

In St. Petersburg regnete es, die Geschäfte waren am Vormittag geschlossen und das Leben erwachte erst gegen Mittag.




Schön war die Ausfahrt aus dem Hafen von St. Petersburg.

Einmal waren wir nicht sicher, ob der Schiffsschornstein an der Brücke hängen bleiben würde.
In Tallinn beeindruckte mich die Geschichte vom Sängerfest. Alle fünf Jahre, seit Mitte des 19. Jahrhunderts versammeln sich die Esten auf dem Sängerfest Platz.

Bis zu Hunderttausend Menschen versammeln sich dort - auf die Bühne passen dreissigtausend - und singen estnische Lieder. Im Jahre 1990 fuhren sowjetische Panzer auf. Der Dirigent, dessen Denkmal wir oben von hinten sehen, stieg auf die Bühne und stimmte die estnische Nationalhymne an. Alle hunderttausend Menschen sangen mit. Danach verliessen die Menschen die Versammlung. Es kam zu keinem Zwischenfall mit dem Militär.
Unsere estnische Reiseleiterin Marie, die das Ereignis miterlebt hatte, sagte: "Wir hatten keine Waffen, nur das Singen."


Tallinn war vor allem idyllisch.
Vor Stockholm kommt die Durchfahrt durch die Schären - und die war wunderschön.

Auf jedem Inselchen ein Haus, und dazwischen kurven die Riesenschiffe herum.

In Stockholm gibt es viel zu sehen, und einiges davon zeige ich euch.


Am letzten Tag in Helsinki konnte ich wieder City Bike fahren, und das war wunderschön!


Wir besuchten das Denkmal für Jean Sibelius. Bei entsprechenden Windverhältnissen erzeugen die Orgelpfeifen Windmusik.
Wir besuchten auch die Felsenkirche und das Olympia Stadion, vor dem Paavo Nurmi immer noch läuft.

Ziemlich beeindruckt hat mich eine finnische Marktverkäuferin und eine Taube, die riesengroß ein Museum zierte.


Alles in allem war es wieder eine tolle Reise mit meinem Reisekumpel Rolf!