Montag, 3. August 2026

Faucompierre zum Zweiten

Ich war schon im Mai in diesem wunderschönen Ferienhaus in Faucompierre. Damals mit Fahrrad Freunden. Diesmal mit Freunden - und ich hab auch das Fahrrad dabei.
Während es im Mai viel regnete, macht uns diesmal die Hitze zu schaffen. Ein einziges Mal hat es geregnet. Sonst ist es nur schwül, heute mit 35 Grad.
Unter dem großen Baum lässt es sich aushalten, und Fahrrad fahren geht morgens und abends.
Klaus hat Geburtstag, und das feiern wir auf dem Gerard Meer.
Man beachte, ich befinde mich in Rückenlage.
Klaus hat das Grammophon zum Leben erweckt.
Und Eis essen wir in Gerardmer am gleichen Tisch, an dem wir schon mal im Mai gesessen sind.
Ausser dem großen See gibt's auch kleine. Und abends gibt's immer gut zu essen.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Ende der Reise in Lecco

Zum Abschluss unserer Reise hatte sich Pia noch drei Nächte im Hotel Bellavista in Valmadrera am Comer See eingebucht. Valmadrera liegt gegenüber von Lecco, und von dort war ihr Urgroßvater vor über hundert Jahren ausgewandert.
Sie hoffte, dort noch Spuren ihrer Herkunftsfamilie zu finden. Also gingen wir auf den gigantischen Friedhof und suchten ihn nach passenden Namen ab: Erfolglos.
Fündig wurden wir dagegen im Museo Alessandro Manzoni, der mit seinem Roman "I promessi sposi" zum italienischen National-Dichter wurde. So wie Goethe in Deutschland wird sein Andenken hoch gehalten. Die Villa, in der er eine Zeit gelebt hat, wurde zum Museum ausgebaut, und dort konnten wir in seine Welt eintauchen.
Eingetaucht bin ich auch jeden Morgen in den Comer See, der direkt von unserem Hotel aus erreichbar war. Leider war das Hotel Restaurant geschlossen, so dass wir uns wieder auf die Suche nach geeigneten Futterstellen machen mussten. Und ich kann sagen: Wir wurden fündig.
Im von TripAdvisor hochgelobten FIDANZA gab es einen hohen Anspruch, noch höhere Preise und ein fast leeres Lokal. Was es nicht gab, war eine Speisekarte. Die musste man sich mit QR Code erschließen. Pia konnte mich trösten: Auch Reinfälle sind Erlebnisse!
Ganz anders erging es uns im Ristorante Pontile Orestino: Hausgemachte Speisen, äußerst günstig! 
Wir machten auch eine Bootsfahrt auf dem Comer See nach Bellagio. Der Ort soll ja sehr schön sein. Leider war er vor lauter Touristen nicht mehr zu sehen. Es gibt Menschen Mengen, die sind einfach nicht mehr auszuhalten. Wir verkrochen uns in eine Sportsbar ....
.... und ich mich später dann mit dem Fahrrad in die Umgebung, nur, um dem Trubel zu entkommen.
Der Comer See ist wirklich sehr schön. Und wir kommen gerne wieder, wenn's nicht Hochsaison ist.

Freitag, 17. Juli 2026

Italien ist heiss,ist heiss

Ich hab es schon 1969 mitgekriegt: Italien kann ganz schön heiß sein im Sommer. Damals waren wir auf der Straße mit Daumen unterwegs,jetzt im klimatisierten Auto und in einer Unterkunft mit Klimaanlage.
Auch Pia hat mittlerweile nach mehreren durchschwitzten Nächten aufgegeben und die Klimaanlage im Wohnzimmer angestellt. Nun lässt es sich dort aushalten.
Auch unsere zweite Unterkunft in Montefiascone ist wohl geraten. Und das nicht nur wegen der Klimaanlage.
Es gibt eine fantastische Terrasse, auf der wir frühstücken und abends essen.
Und wenn ein leichter Wind geht,kann Pia sogar tagsüber dort Blog schreiben. Heute ist Ruhetag. 
Drei Tage waren wir mit dem Fahrrad unterwegs, jeweils mit dem Schlussanstieg über 200 Höhenmeter nach Montefiascone. Natürlich haben wir den Lago Bolsena genossen. Das Wasser ist klar, angenehm warm mit herrlichen Badeplätzen.
In Marta gibt es noch traditionellen Fischfang.
Und mitten im See die Inseln Martana und Bisentina, die aber nicht betreten werden dürfen, obwohl dort historische Geschehnisse größter Bedeutsamkeit stattfanden. Im Jahre 535 wurde dort Amalasunta,die Tochter des Gotenkönigs Theoderich erwürgt.
Coregone heisst der forellenähnliche Fisch, der im Lago gefangen wird, und den Pia gerade verspeist.
An dem Wein der Region Est. Est. Est hat sich schon mancher zu Tode gesoffen. Und auch ich kann den guten Tropfen abends auf der Terrasse schlecht widerstehen.
Montefiascone war Sommerresidenz der Päpste und Station auf dem Pilgerweg Francigeno, der von Anderlecht bis Rom führte.
Kirchen gibt es viele zu sehen. St. Christina in Bolsena hat eine Necropole mit frei zugänglichen Grabkammern - ganz schön grusig.
In Bolsena hat sich auch das Blutwunder zugetragen. Während der Verwandlung von Messwein in das Blut Christi tropfte Blut auf das Messgewand.
Einer Dichterlesung haben wir nur kurz beigewohnt. Dafür reichten die Sprachkenntnisse nicht aus. 
Aber See und gute Kulinarik lassen uns an ein Wiederkommen denken.

Samstag, 11. Juli 2026

Schwitzen in der Hitze

Seit Montag sind wir in unserer wundervollen Unterkunft in Gavorrano angekommen.
Das ehemalige Zollhaus wurde von den Eltern der Vermieterin Veronica, beide Architekten, stilvoll umgebaut und bietet uns nun für eine Woche eine solch angenehme Unterkunft, dass wir gar nicht weggehen wollen.
In einer Olivenplantage gelegen, mit zwei Katzenmüttern und drei jungen Katzen, mit Direktverkauf von Olivenöl und Wein und einem großen Außenbereich: Da kann man es in der Hitze ganz gut aushalten.
Bis jetzt hatten wir noch keinen Tag unter 30 Grad. Selbst zum Baden ist es zu heiß.
Obwohl, natürlich waren wir zweimal schwimmen im Meer. Aber ansonsten war es schön, Gäste einzuladen und zu bekochen.
Annina und Familie verbringen ihren Strandurlaub in Follonica, und wir hatten eine schöne Zeit miteinander.
Morgens, wenn es noch kühl ist, unternehme ich kleinere Exkursionen mit dem Fahrrad. Ich war schon in Scarlino, Gavorrano und Massa Maritima. Und manchmal schleppe ich dann später am Tag meine Liebste mit hinauf auf den Berg. Das Problem mit dem Ladegerät ist gelöst, sie konnte sich eins ausleihen.
Gavorrano war bis 1984 eine Bergarbeiterstadt. Wir besuchten das Museum und einen Bergwerkstollen, in dem es viel zu sehen gab.
Außerdem war es angenehm kühl im Stollen.
Gestern Abend waren wir bei einem Wine Tasting, was Spuren hinterlassen hat.
Jetzt zeige ich euch noch ein paar Bilder von Massa und vom Lago Accesso.
Leider ist es selbst zum Baden im See zu heiß. Da bleibt nur noch das Bloggen im Zollhaus.