Auf der Fahrt nach Lyon fragte mich eine Blablacar Mitfahrerin, was diesmal an meiner Reise so besonders sei. Es ist das Unerwartete! Ich bin aufgebrochen ins Ungewisse. Ich weiß nicht, was mich erwartet. Und darauf freue ich mich.
Ihr habt es euch sicher schon gedacht: Wenn unerwartet so leckere Pintxos in der Bar angeboten werden, freue ich mich besonders.
An den Pintxos sollt ihr sie erkennen: Ich bin im Baskenland gelandet, genauer in Bilbao, in einer kleinen Airbnb Wohnung mit drei Schlafzimmern. Und es sind drei Personen, mit denen ich noch nie zusammen gereist bin, welche die Zimmer bevölkern.
Wir reisen alle separat, und haben zwei Autos und zwei Fahrräder dabei.
Mit Fahrrad und Stefan hab ich die letzten zwei Tage den Norden der Vizkaya erkundet. Gestern waren wir in Bermeo und heute in Galeo. Beides mal haben wir ausgiebig die Räder bewegt.
Für Stefan ist wichtig: Er schafft es immer noch, den Berg ohne elektrische Unterstützung hoch zu kommen. Und für mich: Dank E-Power komm ich nie an meine Grenzen.
Gestern wollten wir die Kapelle San Juan de Gaztelugatxe besuchen. Sie liegt auf einem Felsvorsprung und ist seit "Game of Thrones" so ein Publikumsmagnet, dass man den Zugang regulieren musste. Nach mühsamen Fahrrad Kilometern von Bermeo erhielten wir keinen Zugang. Wir trösteten uns mit Strandleben in Bakio. Und so durfte ich erstmals atlantische Wellen durchbrechen.
Ein bisschen erinnert mich Bilbao mit seiner Industriegeschichte ans Ruhrgebiet. Aber hier haben sie die Kehrtwende zur ultramodernen Kulturstadt schon geschafft. Im Ruhrgebiet wird noch dran gearbeitet.