Dienstag, 8. September 2026

.... und wieder unterwegs

Auf der Fahrt nach Lyon fragte mich eine Blablacar Mitfahrerin, was diesmal an meiner Reise so besonders sei. Es ist das Unerwartete! Ich bin aufgebrochen ins Ungewisse. Ich weiß nicht, was mich erwartet. Und darauf freue ich mich.
Ihr habt es euch sicher schon gedacht: Wenn unerwartet so leckere Pintxos in der Bar angeboten werden, freue ich mich besonders.
An den Pintxos sollt ihr sie erkennen: Ich bin im Baskenland gelandet, genauer in Bilbao, in einer kleinen Airbnb Wohnung mit drei Schlafzimmern. Und es sind drei Personen, mit denen ich noch nie zusammen gereist bin, welche die Zimmer bevölkern.
Mit Stefan klappt das bisher ausgesprochen gut. Und Ulrike wird übermorgen zu uns stoßen.
Wir reisen alle separat, und haben zwei Autos und zwei Fahrräder dabei. 
Mit Fahrrad und Stefan hab ich die letzten zwei Tage den Norden der Vizkaya erkundet. Gestern waren wir in Bermeo und heute in Galeo. Beides mal haben wir ausgiebig die Räder bewegt. 
Ich mit E-Bike und Stefan mit Bio.
Das hat natürlich Auswirkungen auf die Länge und Steigung der Strecken, die wir zurück legen.
Für Stefan ist wichtig: Er schafft es immer noch, den Berg ohne elektrische Unterstützung hoch zu kommen. Und für mich: Dank E-Power komm ich nie an meine Grenzen.
Gestern wollten wir die Kapelle San Juan de Gaztelugatxe besuchen. Sie liegt auf einem Felsvorsprung und ist seit "Game of Thrones" so ein Publikumsmagnet, dass man den Zugang regulieren musste. Nach mühsamen Fahrrad Kilometern von Bermeo erhielten wir keinen Zugang. Wir trösteten uns mit Strandleben in Bakio. Und so durfte ich erstmals atlantische Wellen durchbrechen.
Heute sind wir mit der Schwebefähre bei Puente Vizkaya über den Nervion gefahren. 
Sie ist Weltkulturerbe und kostet mit Fahrrad nur einen Euro. Da sind wir gleich zweimal gefahren.
Sie kann auch zu Fuß in 50 m Höhe überquert werden. Aber das kostet 10 Euro.
Ein bisschen erinnert mich Bilbao mit seiner Industriegeschichte ans Ruhrgebiet. Aber hier haben sie die Kehrtwende zur ultramodernen Kulturstadt schon geschafft. Im Ruhrgebiet wird noch dran gearbeitet.