Mittwoch, 16. September 2026

Auf dem Rio Nervio

Gestern waren wir auf einem Ausflugsboot von Bilbao bis zur Mündung des Rio Nervio bei Getxo unterwegs. Und wir haben viel gesehen von der neuen Pracht und vom Zerfall des Alten. Und an dieser Fahrt lasse ich euch jetzt teilhaben. 
Die Fahrt führte an verlassenen Industrieanlagen vorbei und unter der Puente Vizkaya hindurch bis in den Hafen bei Santurzi.
Die Puente Vizkaya ist eine Schwebefähre aus dem Jahr 1915 und mittlerweile UNESCO Weltkulturerbe.
Und im Hafen von Getxo legen die Kreuzfahrer an.
Jetzt zeige ich euch noch einige Bilder von der Rückfahrt, und ihr dürft herausfinden, welche nicht von der Bootsfahrt stammen. Dem Gewinner winkt die Teilnahme an einem Preisausschreiben.

Montag, 14. September 2026

Bilbo und Donosti

Bilbao ( Bilbo ) und San Sebastian ( Donosti ) wetteifern schon lange um den Titel der schönsten Stadt im Baskenland. Meine Präferenz ist klar, aber Ulrike kann sich für den Charme der Belle Epoque in San Sebastian begeistern. Und so fuhren wir hin.
Wir waren nicht die Einzigen. San Sebastian hat wirklich einen schönen Sandstrand - La Concha - der geschützt von der vorgelagerten Isla de Santa Clara  herrliches Baden ohne Riesenwellen ermöglicht. Ich habe trotzdem einen Strand mit Wellen vorgezogen. Da spürt man das Abenteuer Atlantik besser.
Es war Sonntag, und es fand die jährliche Ruderregatta auf offener See statt, die Tausende Besucher anzieht. Und eine Demonstration, die lautstark auf sich aufmerksam machte, gab es auch. Mich zog es auf den Berg Urgull, von dem man eine wunderbare Aussicht hat.
Den Berg zu erklimmen war schon für mich als E-Biker nicht einfach. Umso bewundernswerter die Leistung von Bio Biker Stefan.
Wir zwei waren auch im Stadion von Athletic Bilbao zum Heimspiel gegen Elche. Das Spiel endete Unentschieden und war nichts Besonderes. Aber der Aufenthalt im VIP Bereich des Stadions war einen Besuch wert.
Und auch Puppy und das Guggenheim waren toll. Wobei mich der Museumsbau noch stärker beeindruckt hat als die Ausstellung.
Und am Schönsten sind Pintxos und Aperitivos im Sonnenlicht.

Donnerstag, 10. September 2026

In Bilbao

Was kommt zuerst? Klar, das Guggenheim Museum von Frank Gehry. 1997 erbaut, leitete es die Wende ein in der Stadtgeschichte von Bilbao: Von der hässlichen Industriestadt zur Kunst Metropole.
"Maman" von Louise Bourgeois ist nur eines von unzähligen Kunstwerken, die in der Umgebung des Guggenheim den auf ehemaliger Industriebrache entstandenen Kunstpark schmücken.
Als ich am Mittwoch Morgen erstmals mit dem Fahrrad von unserer FeWo in Barakaldo nach Bilbao fuhr, konnte ich mich kaum sattsehen an den unterschiedlichsten Kunstwerken.
Wenn man mit der von Schweizern erbauten Funicular nach Artxandako fährt, kann man die Pracht von oben bewundern.
Aber auch die Geschichte als Industrie und bedeutender Werften Standort ist stets lebendig.
Noch eine kleine Episode aus dem FeWo Alltag: Die Candy Waschmaschine liess sich erst nach stundenlangen Mühen anwerfen und ausräumen. Jetzt trocknet die Wasche auf dem Balkon.

Dienstag, 8. September 2026

.... und wieder unterwegs

Auf der Fahrt nach Lyon fragte mich eine Blablacar Mitfahrerin, was diesmal an meiner Reise so besonders sei. Es ist das Unerwartete! Ich bin aufgebrochen ins Ungewisse. Ich weiß nicht, was mich erwartet. Und darauf freue ich mich.
Ihr habt es euch sicher schon gedacht: Wenn unerwartet so leckere Pintxos in der Bar angeboten werden, freue ich mich besonders.
An den Pintxos sollt ihr sie erkennen: Ich bin im Baskenland gelandet, genauer in Bilbao, in einer kleinen Airbnb Wohnung mit drei Schlafzimmern. Und es sind drei Personen, mit denen ich noch nie zusammen gereist bin, welche die Zimmer bevölkern.
Mit Stefan klappt das bisher ausgesprochen gut. Und Ulrike wird übermorgen zu uns stoßen.
Wir reisen alle separat, und haben zwei Autos und zwei Fahrräder dabei. 
Mit Fahrrad und Stefan hab ich die letzten zwei Tage den Norden der Vizkaya erkundet. Gestern waren wir in Bermeo und heute in Galeo. Beides mal haben wir ausgiebig die Räder bewegt. 
Ich mit E-Bike und Stefan mit Bio.
Das hat natürlich Auswirkungen auf die Länge und Steigung der Strecken, die wir zurück legen.
Für Stefan ist wichtig: Er schafft es immer noch, den Berg ohne elektrische Unterstützung hoch zu kommen. Und für mich: Dank E-Power komm ich nie an meine Grenzen.
Gestern wollten wir die Kapelle San Juan de Gaztelugatxe besuchen. Sie liegt auf einem Felsvorsprung und ist seit "Game of Thrones" so ein Publikumsmagnet, dass man den Zugang regulieren musste. Nach mühsamen Fahrrad Kilometern von Bermeo erhielten wir keinen Zugang. Wir trösteten uns mit Strandleben in Bakio. Und so durfte ich erstmals atlantische Wellen durchbrechen.
Heute sind wir mit der Schwebefähre bei Puente Vizkaya über den Nervion gefahren. 
Sie ist Weltkulturerbe und kostet mit Fahrrad nur einen Euro. Da sind wir gleich zweimal gefahren.
Sie kann auch zu Fuß in 50 m Höhe überquert werden. Aber das kostet 10 Euro.
Ein bisschen erinnert mich Bilbao mit seiner Industriegeschichte ans Ruhrgebiet. Aber hier haben sie die Kehrtwende zur ultramodernen Kulturstadt schon geschafft. Im Ruhrgebiet wird noch dran gearbeitet.