Montag, 22. Dezember 2025

Unterwegs - 2025

Nun nutze ich erstmals den Reiseblog für den Jahresrückblick. Das ist natürlich maximal bequem  - wenn man ausreichend Erfahrungen mit diesem Medium gesammelt hat, und wenn das Reisen im Jahr 2025 viel Raum eingenommen hat. 
Stand das Jahr 2024 ganz im Zeichen des Theaters, so waren es in diesem Jahr die Reisen, die das Jahr prägten. 
Es fing an mit zwei Tagen in Karlsruhe zum Jaheswechsel, einem Wochenende mit Ciri und Michi in Baden Baden und einem Winterwochenende am Titisee mit Günter und Ulrike.
Das Casino Baden Baden haben wir zwar kennen gelernt, aber nur bei einer Führung ohne die Roulette Kugeln in Bewegung zu setzen. 
Im Februar ging's dann nach Südkorea und Taiwan mit einer sehr netten Reisegruppe, die heute noch den Kontakt über WhatsApp aufrecht erhält. 
Im Mai habe ich mit Radelfreunden Holland erkundet und im Juni hatten wir uns für einen ganzen Monat in Triest einquartiert.
Auf dem Weg nach Triest machten wir Station in Soncino auf der Suche nach Spuren von Pias Vorfahren.
 Leider wurden wir nicht fündig. 
Natürlich standen auch Reisen zu Gertie nach Hagen auf dem Programm. Die wurde in diesem Jahr 101 Jahre alt. Wenn das kein Grund ist, zu feiern!!
Im August schließlich der Reisehöhepunkt des Jahres mit Atlantik Überquerung von NY nach HH mit der QM2 und Jeanne und Ralph. 
Und so gemütlich wars in unserer Kabine auf der Queen Mary 2.
Im September war ich dann nochmal in den Seealpen mit Martin (siehe vorletzter Blogeintrag). Und ansonsten gibt es natürlich noch sehr viel mehr zu berichten aus diesem Jahr. 
Wichtig war, dass wir viele schöne Zeiten mit lieben Menschen verbracht haben. Familie und Freunden, beim Canasta Spielen oder Literatur Gesprächen, beim Essen oder Sporteln, beim Film oder Theater- Schauen oder -Spielen. 
Das Theater wird uns im ersten Halbjahr 2026 mit dem Theaterstück der letzten Äbtissin auf ihrer REISE NACH WIEN wieder stark beschäftigen. Aber dann im zweiten Halbjahr geht's wieder los mit den Reisen in die weite Welt. 

Donnerstag, 9. Oktober 2025

Endlich Ruhr

Schon lange hatte ich ihn mir vorgenommen, hatte die halbe Strecke von Winterberg bis Schwerte schon vor Jahren absolviert. Aber das Kernstück des Ruhrtalradwegs durch den Pott bis Duisburg, das stand noch auf dem Programm.
Gestern machte ich mich bei Nieselregen auf den Weg. Die ganze Woche war Regen angesagt, und als es am Mittwoch, den 8. Oktober nur nieselte, sagte ich mir: "Besser wird's nicht!" und machte mich auf den Weg. 
Mit dem 🚗 fuhr ich bis Hattingen. Und schon erfuhr ich den grauen Charme der Ruhrlandschaft. 
Südlich vom Revier mäandert die Ruhr von Bochum über Essen und Mülheim nach Duisburg bis zur Mündung in den Rhein. 
Vieles ist zu sehen, das Eisenbahnmuseum in Dahlhausen, der Baldeneysee und die Villa Hügel, der Wasserbahnhof in Mülheim bis zum Innenhafen Duisburg und die Mündung in den Rhein. 
Bis auf einen kleinen Schauer blieb ich trocken. Bei der Rückfahrt mit Zug legte ich auf der Rolltreppe mit Fahrrad noch einen Rückwärtssalto hin, aber sonst hat alles funktioniert. Ich kann mir vorstellen, die Tour noch einmal zu machen. Solange Gertie munter ist, bin ich ja immer wieder mal in Hagen. 

Sonntag, 14. September 2025

Ende Seealpen

Am Morgen des vorletzten Tages wollte mir Martin noch den Fischstand zeigen, an dem jeden Morgen Fischer Luigi seine Fische verkauft. Nix da! Wegen des heftigen Wellengangs war Luigi nicht raus gefahren. Ein paar Stammkunden waren trotzdem gekommen und tauschten sich über die Gründe von Luigi's Abwesenheit aus.
Wenn auch die See rauh war, die Sonne schien blau vom Himmel. Ich radelte auf einer wunderbar ausgebauten Bahntrasse nach Imperia. 
Und abends ging's nach Montalto in die Bar von David und Tobi. Die zwei hatten Martin und Angela im letzten Jahr eine FeWo vermietet und behandelten uns wie alte Freunde. Martin durfte als Geldbote fungieren und einen Geld Umschlag zum Olivenhändler bringen.
Der Abend wurde zünftig mit Rotwein auf dem Balkon beschlossen. Und am nächsten Tag bei der Rückreise im Zug von Taggia nach Limone füllten 5 Liter Olivenöl und 3 Liter Rotwein Martin's Fahrradtaschen. Kein Wunder, dass wir uns nach all den anstrengenden Erlebnissen im Zug eine kleine Pause gönnen.

Donnerstag, 11. September 2025

Von den Alpen zur See

Um gleich anzuschließen an das letzte Posting: Das Essen war wirklich gut in der Albergo della Pace. Und sein Chef gab uns auch für den nächsten Tag noch einen guten Tipp fürs Radeln. So fuhren wir in den Talkessel vom Valle Vallone. 
Und wieder war uns das Wetter hold. Es gab viel zu sehen und zu hören. 
Seht ihr das Murmeltier? Davon gab es viele. Und die pfeifen laut, wenn sie die Kollegen warnen.
Wir fuhren zurück nach Sambuco...
... und von dort mit Auto nach Limone ins Ristorante Diligenza....
... wo ich mir das Menu Turistico schmecken ließ. Und dann mit dem Zug ans Meer über Ventimiglia nach Taggia. 
Und dann endlich in Brig regnete es so heftig, dass wir froh waren, nicht die Hohe Salzstrasse gefahren zu sein. 
Die Zugstrecke durch die Seealpen ist spektakulär. 
Morgen auf dem Rückweg können wir sie nochmal genießen. 
Badalucco liegt im Argentina Tal und verfügt über mehrere hübsche Bars und Trattorien. So dass wir uns keine Sorgen ums leibliche Wohl machen müssen. 
Natürlich war ich heute baden im Meer. Wobei "baden" der falsche Ausdruck ist.
Es war eher ein Kampf mit den Wellen. Denn nach dem Gewitter der letzten Tage, war das Meer noch sehr unruhig. 
Nach Imperia radelte ich auf einer wunderbar ausgebauten, ehemaligen Bahntrasse. Und in Imperia war ich während der letzten 60 Jahre schon zum vierten Mal. 

Dienstag, 9. September 2025

Was tun bei Gewitterwarnung?

Es war schon vorher klar: Das Wetter wird nicht gut, wenn wir auf der Hohen Salzstrasse unterwegs sind zum Rifugio Don Bernardo. Nebel und Regen würde noch gehen. Aber Gewitter in der Höhe und so ausgesetzt?
In Patatouc fand sich beim Abendessen eine illustre Gruppe erfahrener Wanderer ein, und alle waren der Meinung, dass unsere Tour auf der Hohen Salzstrasse bei Gewitter zu riskant sei. So folgten wir ihrem Rat und fuhren kurzentschlossen nach Sambuco ins Hotel della Pace (weil da das Essen so gut ist) und von dort mit dem Fahrrad in die Bagni di Vinadio ( weil man da umsonst im heissen Thermalbecken sitzen kann). 
Und das war ein toller Tipp. Schon die Anfahrt durch das enge Tal war ein Erlebnis. Und dann das Bad im warmen Thermalwasser. 
Kaum zu glauben, dass wir anschließend noch 500 Höhenmeter das Tal hoch geradelt sind und einige Kilometer zurück in unser Friedenshotel.(siehe Bild ganz oben). So haben wir doch noch eine rechte Fahrradtour gemacht. 
Die Schopftintlinge haben wir stehen lassen, und jetzt warten wir aufs Dinner im Hotel. 

Montag, 8. September 2025

Mit Fahrrad in den Seealpen 7. bis 12. September

Dieser Herausforderung musste ich mich stellen. Von Martin kam der Vorschlag. Auf der Hohen Salzstrasse in den Seealpen von Hütte zu Hütte fahren - mit E-Bike. 
Ein bisschen Bedenken hatte ich schon. Wenn's schneit da oben auf 2000 m. Aber dann gab ich mir den berühmten Ruck. 
Am Sonntag ging's los über den großen St. Bernhard nach Limone. Die Fahrräder haben wir auf dem Träger mitgeführt. 
Am Sonntag Abend gab es eine Mondfinsternis, die man am besten von oben sehen kann. Also gleich auf die Räder gesprungen und zum Colle di Tenda raufgeradelt auf 2000 m.
Es gab viel zu sehen dort oben. Nur der Mond liess sich nicht blicken. 
Es gibt aus dem Ersten Weltkrieg viele Befestigungen und Bunker dort oben. 
Man kann von innen durch die Schiessscharten gucken. Aber den Mond hat man so auch nicht gesehen. 
Wir haben dann noch den Abend mit Pizza und Wein im Diligenza in Limone stilvoll beendet. 
Limone ist ein reizender Ort, den wir leider am nächsten Tag schon verlassen mussten. Die nächste Unterkunft PATATOUC ist ein wahres Kleinod. Einsam gelegen wie eine Alm wurde sie von Walter und Anja liebevoll ausgebaut. 
Sie liegt direkt am GTA - am Grand Traversee des Alpes, weshalb sich eine illustre Runde beim Abendessen einfand und köstlich von Walter verköstigt wurde. 
Jetzt gibt es für die nächsten zwei Tage schlechte Wettervorhersagen. Wer weiß, was wir machen werden? Ihr werdet es hören.