Samstag, 25. August 2018

Stille Tage in Zamek Kartiny



Wir haben fünf herrliche Tage im Schlosshotel Zamek Kartiny verbracht. Dabei fing es gar nicht gut an. Das Schlosshotel hatte ich im Reiseführer gefunden. Gelegen in den Masuren, an einem kleinen See mit eigenem Strand und gutem Essen. Da hatte ich schnell die Vorstellung einer geruhsamen Ausruh Phase während unseres Polen Erkundungsurlaubs.
Leider hatte Pia in der letzten Nacht wegen meines Schnarchens so schlecht geschlafen, dass es unmöglich erschien, noch eine Nacht gemeinsam in einem Zimmer zu verbringen. Im Schloss wurden wir vorstellig: Gibt es auch Zimmer mit zwei Schlafräumen?
Bedenklich wiegte die Rezeptionistin ihr Haupt, schickte uns schließlich ins Nebenhaus unters Dach. Dort standen zehn Betten auf zwei Zimmer verteilt. Die könnten wir haben. Ein bisschen geschluckt haben wir schon, aber schließlich in den sauren Apfel gebissen. Wir waren nicht im Schloss, sondern in einer Jugendherberge gelandet.
Als am nächsten Morgen Pia zwar gut geschlafen hatte, aber auch die Duschwanne und der Wandschrank auseinanderfielen, gingen wir erneut zur Rezeption. Und siehe da: Es gab ein großes Zimmer mit drei Betten im Schloss. Und in diesem haben wir nun vier Tage genächtigt und die Annehmlichkeiten des Schlosslebens genossen. Das Essen schmeckte sehr gut. Im See konnte auch Pia das Schwimmen genießen. Lediglich die Leihfahrräder waren in einem beklagenswerten Zustand. Und auch beim Ruderboot war die Riemenhalterung lose, so dass ständig mit einem Abbrechen des Riemens gerechnet werden musste. Bootstour und Fahrradtouren fielen wegen des mangelhaften Materials nur kurz aus. Dafür lagen wir stundenlang auf der Liege am Strandund gaben uns dem Lesevergnügen hin.
Und zum Oberländischen Schiffskanal fuhren wir, weil man dort wie einst in Roman Herzogs „Fitzcarraldo“ Schiffe über Land zieht. Auf fünf schiefen Ebenen werden Schiffe an Stahlseilen fast hundert Höhenmeter hinauf gezogen. Das Spektakel ist wahrlich sehenswert.





Die Schiffe fahren auf einem Slipwagen den Berg hinauf, während ein zweiter gleichzeitig nach unten fährt. Angetrieben wird das Ganze durch ein Wasserrad
.




Wir fuhren zwei Stunden mit dem Schiff und dann noch nach Mohrungen, den Geburtsort von Gottfried Herder. In einem schönen Schlossmuseum wird dort des slawophilen Philosophen gedacht.

Zum Schluss noch ein paar Bilder von unserer masurischen Schlossidylle.





Jetzt geht’s bei Regen weiter nach Danzig. Dort wohnen wir in einer bequemen Airbnb Wohnung mit mehreren Zimmern und haben sowohl WLAN als auch gute Fahrräder zur Verfügung.








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